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Schule der Zukunft / Die Zukunft der Schule Bildungswoche für alternative Lernkonzepte

Angesichts der unklaren Vielfalt bildungspolitischer Reformansätze ist es nicht verwunderlich, daß sich sämtliche Vorhaben zur Verbesserung des Bildungssektors mehr oder weniger als Fehlschläge erwiesen haben. Jedenfalls hat die Zufriedenheit über die Leistungsfähigkeit des permanent reformierten Bildungsssystem über die Jahre eher ab- als zugenommen. Selbst die für die „demokratische Umerziehung“ so wichtig eingestufte „Erziehung zur Kritikfähigkeit„ hat in den Jugendlichen die Ohnemich-Haltung eher verstärkt. Kaum jemand wagt es mehr, eine wirkliche eigene Meinung zu äußern, oder Dinge zu hinterfragen, die nicht mit dem übereinstimmt, was die Medien für die Altersgruppe als „jugendgemäß“ vorgeben. Kaum eine bildungspolitische Diskussion kommt heute ohne den Hinweis aus, daß unsere Gesellschaft ungeheuer kompliziert und schnelllebig geworden sei, eine Lari-Fari Aussage, die uns zeigt mit wie viel Intention man sich dem Thema Bildung eigentlich widmet.

Die „fortschrittlichen Kräfte“ der Gesellschaft behaupten, frühere Maßstäbe und Grenzen zerbrochen und Institutionen wie Familien, Kirchen, Stände, örtliche Gemeinschaften und Berufsgruppen geschleift oder wenigstens der Prägekraft beraubt zu haben, so daß jeder seinen Lebensweg selbst und weitgehend ohne Vorbilder zu finden und verantworten hat. In gewisser Hinsicht sind diese Ansätze sinnig, aber auch schädlich zugleich, denn entscheidend für eine gute Schule ist, wer die Lehrerpersönlichkeiten sind. Da dürfen wir in Deutschland nicht viel erwarten, weil in jeder Schule die gleichen Lehrer landen. Der Grund dafür: Man hatte 1938 mit einem Gesetz bewirkt, daß Kinder nur von Lehrern unterrichtet werden dürfen, die die staatliche Ausbildung für „Lehrer“ haben. Das Gesetz gilt bis heute und das Studium zum Lehrer ist so unchristlich und materialistisch geprägt, daß die „Lehrer“, die das Staatsexamen haben, unsere Kinder kaum noch lieben können. Die Kinder spüren das und haben keinen Bock auf Schule. Wir Eltern können daran kaum etwas ändern, wegen der Schulpflicht, die für Kinder bedeutet, zur Schule gehen zu müssen, auch wenn sie nichts lernen.

Ein weiteres Dilemma liegt darin, das unser Bildungssystem/ Schulwesen in Deutschland einem Dogma der Unfehlbarkeit und political correctnes unterliegt, ähnlich der Ärzteschaft, die Aufgrund ihres gesellschaftlichen Standes kaum Kritisiert und für ihre Fehler belangt werden. Dieses Fehlverhalten wird zusätzlich durch eine völlig wahnsinnige und klassenspaltende Lohnpolitik verschärft. Grundschullehrer verdienen weniger wie Gymnasiallehrer, Hauptschullehrer verdienen weniger wie Gynmasiallehrer, Kindergärtner verdienen auch noch weniger und werden zudem kaum beamtet. Dabei sind die Kindergärtner und Bildungsagenten im Alter bis 12 Jahren die wichtigsten und Einflussreichsten Persönlichkeiten für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft und hier wird am meisten gespart. Das wir eine monetär basierte perverse 2 und mehr-Klassen Gesellschaft haben zeigt nicht nur unser Gesundheitssystem, sondern auch das Schulsystem. Hier muss sich dringend was ändern.

Vorläufiges Fazit:
Unser Bildungssystem ist antiquiert! Die Kinder verkommen zu gelangweilten Genussfeinden und willenlosen Konsumsklaven. Die Kreativität, die für ein selbstbestimmtes Leben essentiell ist wird nicht gefördert, sogar unterdrückt. Darüber müssen wir reden, am besten an einem philosophischen Sonntag.

Die Inititative:
Das Holodeck stellt 2 Wochen lang unterschiedliche neue Schul- und Lernkonzepte vor. In den Räumlichkeiten der Galerie am Brüsseler Platz bekommt jede teilnehmende Schule eine eigene Wand zur Präsentation ihres Bildungskonzeptes.

Wir suchen nach Teilnehmern, die sich mit uns und dem Publikum austauschen wollen.

Es wird einen Doku-Donnerstag geben an dem Dokumentationen über neue Bildungssysteme gezeigt und anschließend besprochen werden.

Für den philosophischen Sonntag suchen wir nach Referenten, die sich mit uns und dem Publikum austauschen wollen.

Diese Bildungswoche ist ein unabhängiges gemeinnütziges Selbsthilfe- und Informationskonzept, welches als Pilotprojekt entsprechend dokumentiert und als Beispiel für andere Städte und Regionen als Roadshow und wiederkehrende Veranstaltung etabliert werden soll.